Aktuelle Information zur Absage der IFH/INTHERM 2020

Noch nie hat unsere Gesellschaft eine solche Ausnahmesituation erlebt, wie die in der wir uns aufgrund der Corona-Pandemie derzeit befinden. Augenblicklich scheint nichts mehr wie es war und es ist nicht abzusehen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommen wird.

Darum haben nach intensiven Abstimmungen die Verantwortlichen der IFH/Intherm, die Veranstaltungsorganisation GHM Gesellschaft für Handwerksmesse zusammen mit den ideellen Trägerverbänden der Messe heute die Entscheidung getroffen, die Messe vom 21. bis 24. April 2020 abzusagen und nicht wie zunächst geplant, auf einen anderen Termin zu verschieben. Wir wollen Ihnen, unseren Besuchern, Partnern und auch uns maximale mögliche Sicherheit in der Planung geben und setzen die Gesundheit aller an erste Stelle.

Uns ist eine faire Partnerschaft und Zusammenarbeit wichtig. Mit dieser Mail informieren wir Sie darum über die Hintergründe und die vertragliche Situation, die sich durch die Messeabsage ergibt und erläutern, was dies für Sie bedeutet. Schon einmal vorweg: Es handelt sich bei der Absage der IFH/Intherm um "Höhere Gewalt", das heißt, wir stornieren unsere Beteiligungsrechnung und erstatten Ihnen den Betrag, den sie bereits an uns gezahlt haben, in voller Höhe zurück.

Zum Hintergrund:

Veranstaltungsverbot der Bayerischen Staatsregierung
Mit Schreiben vom 10.03.2020 haben wir Sie informiert, dass die IFH/Intherm 2020 leider nicht vom 21. – 24. April 2020 stattfinden kann. Dahinter steht das Veranstaltungsverbot der Bayerischen Staatsregierung, das derzeit bis 19.04.2020 zu beachten ist. Schon allein der Aufbau der IFH/Intherm, der in diesem Zeitraum liegt, und bei dem notwendigerweise eine Vielzahl von Menschen gleichzeitig in den Messehallen tätig werden müssten, ist  bereits vom Verbot umfasst.

Großveranstaltungen sind massiv betroffen
Die letzten Entwicklungen und auch die aktuellen Aussagen der Vertreter der Bundes-, wie der bayerischen Landesregierung weisen klar darauf hin, dass wir damit zu rechnen haben, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus deutlich über den April hinaus verlängert und gegebenenfalls sogar noch verschärft werden. Es wird bereits öffentlich von mehreren Monaten gesprochen, innerhalb derer mit einer Fortdauer der Maßnahmen zu rechnen ist. Dabei dürften insbesondere Großveranstaltungen weiter massiv betroffen sein.

Keine Planungssicherheit
Auch eine nur verschobene Messe würde einer angemessenen Vorbereitungszeit und neuerlicher Investitionen sowohl auf Aussteller-, wie Veranstalterseite bedürfen. Damit kann aber zum jetzigen Zeitpunkt und den bereits spürbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der  Coronakrise vernünftigerweise erst dann begonnen werden, wenn auch absehbar ist, dass die Veranstaltung sicher durchgeführt werden kann.

Die Entwicklung der Pandemie und der zur Eindämmung erforderlichen Maßnahmen kann im Moment niemand verlässlich vorhersagen, so dass die Durchführbarkeit auch auf längere Zeit hin ungewiss bliebe. Die Auswirkungen auch auf die Unternehmen der SHK-Branche sind noch in keiner Weise prognostizierbar. Diese Unsicherheit in einer ohnehin schwierigen Zeit für unsere Kunden wollen wir im Interesse aller Beteiligten unbedingt vermeiden. Unter Abwägung aller dieser Argumente halten wir es daher für die einzig richtige Entscheidung, die IFH/Intherm 2020 abzusagen. Wir bedauern dies außerordentlich.

Mögliche Ersatzveranstaltung bei Besserung der Lage
Die IFH/Intherm hat für das deutsche SHK-Handwerk einen herausragenden Stellenwert. Auch wir als Messeveranstalter wurden von den Ereignissen überrascht, mit deren Eintritt sicher keiner von uns in dieser Konsequenz gerechnet hatte. Sollte sich die Lage unerwartet positiv ändern und wir im Dialog mit der Branche Bedarf an einer Ersatzveranstaltung, in welcher Form auch immer, sehen, werden wir diese Möglichkeit selbstverständlich prüfen und Sie entsprechend informieren.

Rechtliche Situation: "Höhere Gewalt"
Im Hinblick auf den mit uns geschlossenen Vertrag bedeutet die Absage der Messe unter rechtlichen Gesichtspunkten, dass dieser durch die aufgetretene Situation einer sogenannten "Höheren Gewalt" bzw. Unzumutbarkeit/Unmöglichkeit die Veranstaltung noch durchzuführen, in seinen Hauptleistungspflichten aufgehoben ist. Die Vertragspartner sind insoweit von der Erbringung der wechselseitigen Leistungen befreit worden. Bereits empfangene Leistungen sind gemäß der vertraglichen und gesetzlichen Vorgaben zurück zu gewähren.

Rückzahlungen der bereits an die GHM gezahlten Beteiligungsrechnung
Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir die entsprechenden Stornorechnungen bis zum 15. April 2020 erstellen und Ihnen Ihre Zahlungen dann schnellstmöglich auf das uns bekannte Konto zurückerstatten können. Für die separat von Ihnen beauftragten Dienstleistung wie Strom, Wasser und zusätzliche Katalogleistungen etc., empfehlen wir  sich bitte direkt mit dem jeweiligen Dienstleister in Verbindung zu setzen.

Wir bitten nochmals um Ihr Verständnis. Bitte seien Sie versichert, dass wir die Messe in jedem Fall gerne durchgeführt hätten, wenn dies die Umstände noch zugelassen hätten. 

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